Jean-Noël Rey

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CAMPAGNE

Gesunder Menschenverstand

Vor einigen Wochen habe ich mich entschieden, für eine weitere Amtsperiode als Nationalrat zu kandidieren. Ich habe dabei den Entschluss gefasst, diesmal auf der Oberwalliser Liste ins Rennen zu steigen. Das gab und gibt viel zu reden im Kanton.

Der Grund weshalb ich mich ein weiteres Mal als Kandidat zur Verfügung stelle ist: ich will all jene nicht enttäuschen, die mir vor vier Jahren ihr Vertrauen schenkten. Es waren intensive 4 Jahre, gezeichnet durch pausenlose Attacken der Rechten gegen die sozialen Einrichtungen in diesem Lande, gegen AHV oder IV. Ich persönlich konnte mich in den Bereichen Energie, beim neuen Finanzausgleich, in der Familienpolitik erfolgreich einsetzen. So habe ich mich entschieden gegen einen Abbau bei unseren Sozialversicherungssystemen gewehrt und mich für die Schaffung neuer Jobs und für eine klimaverträgliche Politik unserer Regierung engagiert. Mein Leistungsausweis in Bern ist über die Parteigrenzen hinweg anerkannt. Diese Arbeit will ich in der neuen Legislatur fortsetzen. Es gibt noch viele hängige Dossiers, die für das Wallis von Bedeutung sind. Kontinuität ist hier ganz besonders wichtig.

Wieso trete ich aber auf einer Oberwalliser Liste an? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zuerst hat es etwas mit gesundem Menschenverstand zu tun. Die SP Wallis hat anlässlich von mehreren Kongressen und Parteiversammlungen beschlossen, mit zwei separaten Listen in die Nationalratswahlen zu steigen. Der Vorstand der SP Unterwallis hat ausserdem am 9. Dezember 2006 bekannt gegeben, man wolle alles unternehmen, um die Wiederwahl der beiden Nationalräte sicherzustellen. Dies ist aber nur möglich, wenn beide Spitzenkandidaten auf je einer SP-Liste kandidieren. Denn bei diesen Wahlen steigt die Walliser Linke mit insgesamt 7 Listen ins Rennen. Es ist mathematisch fast eine Unmöglichkeit, dass die Unterwalliser SP-Liste beide Sitze holt. Ausserdem werden CVPO und CSPO wieder eine Listenverbindung eingehen. Die Ausgangslage ist also ein wenig anders als bei den letzten Wahlen.

Es war aber auch ein Entscheid der Vernunft. Wenn wir die Walliser Linke wieder stärken und ihr neuen Schwung verleihen wollen, dann müssen wir im Ober- und im Unterwallis mit starken Listen antreten. Diesmal muss die SP ihre Kandidaten mit eigener Kraft nach Bern bringen und kann nicht mehr auf Fehler der Gegner hoffen. Ausserordentliche Situationen verlangen deshalb nach ausserordentlichen Lösungen.

Meine langjährige Erfahrung und meine Sprachenkenntnisse sind eine ideale Vorraussetzungen, um mit Überzeugung, Entschlossenheit und Effizienz in Bern die Interessen des ganzen Kanton Wallis zu vertreten. Das habe ich mit meinem Engagement beim Schliessungsentscheid der Alcan (in Steg und Siders-Chippis) oder bei der Diskussion um einen Doppelspurausbau am Lötschberg unter Beweis gestellt. Ich bin bereit, auch neue Herausforderung mit demselben Engagement anzugehen.

Jean-Noël Rey, Nationalrat

St. Léonard, 10. August 2007

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